ZDF führt mit 4 Preisen, RTL und ARD folgen mit je 2
Deutscher Fernsehpreis: Gottschalk gewinnt vor Raab und Barth - alle Preisträger
28.09.2009 09:47 Uhr
Der von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF gestiftete DEUTSCHE FERNSEHPREIS wurde zum 11. Mal für die herausragenden Leistungen des Fernsehjahres vergeben. Die neunköpfige Jury unter der Leitung von Bettina Böttinger entschied über die Preisträger in 21 Kategorien, inklusive der beiden Förderpreise.
Das Ergebnis: Nach 10 Jahren zum 2. Mal: DEUTSCHER FERNSEHPREIS für Thomas Gottschalk und „Wetten, dass..?“ Showmaster Thomas Gottschalk gewinnt mit „Wetten, dass..?“ vom 13. Dezember 2008, wo u.a. Hugh Jackman und Ursula von der Leyen zu Gast waren. In der Kategorie „Beste Unterhaltungssendung/Moderation Unterhaltung“ setzte er sich gegen die Entertainer Stefan Raab und Matthias Opdenhövel mit „Schlag den Raab“ (ProSieben) und Mario Barth mit seiner Show „Willkommen bei Mario Barth“ (RTL) durch.
In der Kategorie „Beste Comedy“ gewinnen die „TV Helden“ (RTL) mit Caroline Korneli, Jan Böhmermann und Pierre M. Krause und setzen sich durch gegen Hape Kerkelings Kunstfigur „Horst Schlämmer“ und Oliver Welkes „heute show“ (ZDF) durch.
Als „Bester Fernsehfilm“ gewinnt „Mogadischu“ (ARD), Regie: Roland Suso Richter, Buch: Maurice Philip Remy vor „Ein halbes Leben“ (ZDF) und „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ (ARD).
Im Jubiläumsjahr des Mauerfalls wird „Wir sind das Volk“ (Sat.1), Thomas Berger, Buch: Silke Zertz „Bester Mehrteiler“ und verweist „Die Patin“ (RTL) und „Die Wölfe“ (ZDF) auf die nachfolgenden Plätze. Mit drei Auszeichnungen führen der Zweiteiler „Wir sind das Volk“ und der Dreiteiler „Die Wölfe“ als erfolgreichste Produktionen vor „Ein halbes Leben“ mit zwei Preisen.
Die Vorsitzende Bettina Böttinger zu den Juryentscheidungen: „Zeitgeschichte und historische Aufarbeitung bleiben genreübergreifend zentrale Themen des Fernsehschaffens. Das zeigen „Wir sind das Volk“, und „Mogadischu“, die „Bombe“ und die FDJ-Dokumentation „Freundschaft!“ überzeugend. Gemeinsam mit abendfüllender Unterhaltung und innovativen Informationsformaten behauptet sich das Fernsehen als Leitmedium“, so die Juryvorsitzende Bettina Böttinger zu den diesjährigen Preisentscheidungen. Sie ergänzt: „Fernsehschelte ist derzeit groß in Mode. Die Preisträger zeigen eindrucksvoll, zu welch‘ herausragenden Leistungen das Fernsehen fähig ist.“
Senta Berger hat sich mit ihrer Leistung in „Schlaflos“ (ARD) gegen die starke Konkurrenz von Gisela Schneeberger und Anja Kling durchgesetzt. „Bester Schauspieler“ wird Josef Hader in dem Film „Ein halbes Leben“ (ZDF), vor Matthias Schweighöfer, „Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben“ (ARD) und Axel Milberg, „Tatort: Borowski und die heile Welt“ (ARD).
In der Kategorie „Beste Schauspieler Nebenrolle“ wird Florian Bartholomäi für seine Doppelrolle in „Bloch: Schattenkind“ (ARD) ausgezeichnet. Anna Fischer erhält den Preis in der Kategorie „Beste Schauspielerin Nebenrolle“ für ihre Darstellung in „Die Rebellin“ (ZDF) und „Wir sind das Volk“ (Sat.1).
Für den neuen Look des Tatorts „Auf der Sonnenseite“ (ARD) erhält Martin Langer den Preis in der Kategorie „Beste Kamera“ und setzt sich damit gegen Fritz Seemann und Martin Lippert für „Der Bibelcode“ (ProSieben), sowie gegen Gero Steffen für „Wir sind das Volk“ und „Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben“ (ARD) durch. Annemarie Bremer erhält die Auszeichnung für „Die Wölfe“ (ZDF) als beste Cutterin vor Antonia Fenn und Benjamin Fueter.
Als besten Komponisten lobt die Jury Ulrich Reuter für „Die Freundin der Tochter“ (ARD) und „Die Drachen besiegen“ (ARD) vor Dieter Schleip und Martin Todsharow. Der Preis für das beste Szenenbild geht an Frank Godt und für das Kostümbild an Monika Hinz für „Die Wölfe“ (ZDF), die sich damit gegen Bertram Strauß und Katja Pothmann sowie Michael Köning und Katrin Schäfer durchsetzten.
Als „Beste Dokumentation“ wird „Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend“ (ARD) von Lutz Hachmeister und Mathias von der Heide ausgezeichnet, vor der Reihe „Die Deutschen“ (ZDF) und der Langzeitbeobachtung „Berlin – Ecke Bundesplatz“ (3sat).
In der Kategorie „Beste Reportage“ setzt sich Claus Klebers und Angela Andersens Atomwaffen-Dreiteiler „Die Bombe“ (ZDF) gegen Sven Kuntzes ehrenamtlichen Selbstversuch „Gut sein auf Probe“ (ARD) sowie „Die Weggeworfenen“ (ZDF) durch.
Das „ZDF-Wahlforum“, moderiert von Bettina Schausten und Christian Sievers, bot nach Auffassung der Jury mit Politikerpanel und Zuschauerfragen das beste Informationskonzept im Wahlkampf 2009, vor „RTL-Wahlbus und Wahlstrasse“ und der „Wahlarena“ (ARD).
Für die visuelle Gestaltung und Verantwortung für die Weltregie bei der „Leichtathletik-WM“ in Berlin 2009 vergibt die Jury den Preis als „Beste Sportsendung“, vor dem WDR-Magazin „sport inside“ und der ARD „Sportschau“ zum letzten Bundesligaspieltag.Die beiden Förderpreise gehen an Eva Stotz und den Dokumentarfilm „Sollbruchstelle“ (3sat) sowie an das „Jugendensemble“ der Ziegler-Produktion „Die Wölfe“ (ZDF)
Einen der mit 15.000 € dotierten Förderpreise vergab die Jury an die Filmemacherin und dffb-Absolventin Eva Stotz.
In ihrem Dokumentarfilm „Sollbruchstelle“ (3sat) untersucht sie die moderne Arbeitswelt, in der Normales und Absurdes nah beieinander liegen. Der zweite Förderpreis geht an das sechsköpfige Schauspielerensemble bestehend aus Vincent Redetzki, Henriette Confurius, Neel Fehler, Nina Gummich, Maximilian Werner, Philip Wiegratz. Das Sextett beeindruckte durch die herausragende Gruppenleistung als Jugendbande „Die Wölfe“ im ersten Teil des von Regina Ziegler produzierten Dreiteilers.
Im Vergleich der 9 Werkkategorien führt das ZDF mit 4 Preisen, RTL und ARD folgen mit je 2, Sat.1 mit einem Preis. Addiert man die ausgezeichneten Personen und Einzelleistungen, so gehen insgesamt 10 Preise an das ZDF, 8 an die ARD, 3 an Sat.1, 2 an RTL, 1er an 3sat.
Maren Mossig Tel. 0221/454 3032, presse@deutscher-fernsehpreis.de
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