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Mehrwert für Studenten, Besucher, Sponsoren und Organisatoren

Gastartikel: Videoblogs als Pflicht für Filmfeste (exklusiv)

01.10.2009 11:13 Uhr

Machen wir uns nichts vor: Videos gibt es im Internet mehr als genug. Doch finden anspruchsvolle Inhalte auf Videoportalen wie Youtube, Clipfish & Co auch wirklich ihre Zielgruppe? Oder besser gefragt: Findet die Zielgruppe die Filme im Netz, die sie wirklich interessieren?

Am Beispiel des Filmfests Hamburg führt die private Hochschuleinrichtung „die medienakademie“ bereits zum zweiten Mal ein crossmediales Lehrprojekt durch, dass genau dies herausfinden möchte. Mit dem Projekt www.filmfestblog.de sollen Möglichkeiten und Grenzen einer eigenständigen „special interests Videoplattform“ ausgelotet werden.

Ein Videoportal ist eine Website, die Videos zur Ansicht im Internet via Streaming bereitstellt. Derartige Webseiten sind Mitte der 2000er populär geworden und gehören heute zu den meistbesuchten Websites - so steht es bei Wikipedia.

Doch reicht das dem Besucher der Seiten auch heute noch aus? Nein, denn er will teilhaben und die Möglichkeit nutzen direkt zu sagen, wie ihm die gezeigten Inhalte gefallen. Persönliche Meinungen, Stimmungen und eigenes Wissen weitergeben. Aus dieser Kombination entstanden in den letzten Jahren immer mehr Videoblogs. So kann man zwei Sachen wunderbar miteinander verbinden – sich leicht und schnell Informationen über Bewegtbilder holen und gleichzeitig an der inhaltlichen Gestaltung der Webseiten teilhaben.

Diese Kombination haben auch wir, die private Hochschuleinrichtung die medienakademie, für unser Projekt „Filmfestblog Hamburg“ als einzige Möglichkeit gesehen um das Filmfest Hamburg im Internet zu vertreten.

So berichten unter http://www.filmfestblog.de Studenten engagiert vom Filmfesttreiben und stellen täglich Beiträge und Interviews vom roten Teppich, von Sonderveranstaltungen, über Stars und Sternchen online. Zudem bieten sie auf der Internetseite die Möglichkeit, dass jeder Besucher das Gesehene kommentieren und Fragen dazu stellen kann.

Das Ganze ist dann auch mit Twitter und Facebook und einem zusätzlichen Tagebuch - Blog über das Leben und Arbeiten der Crew – Mitglieder verbunden. Es ist also eine interaktive Plattform mit Mehrwert für die Film-Community entstanden, die aufgrund von einem englischen Channel auch für die ausländischen Filmfestbesucher nutzbar ist. Das Blog wird gesehen, gelesen, genutzt und hat bereits nach nur 7 Tagen eine Fangemeinde, die sich jeden Tag reinklickt und sich die gewünschten Informationen holt und ihre Nachrichten hinterlässt.

Auch der Filmfestleiter Albert Wiederspiel gehört dazu und ist begeistert von der Kooperation. Er erkennt einen großen Vorteil in der Internetseite für sein Filmfest, da er mit ihr auch eine jüngere und online affine Zielgruppe ansprechen kann.

Da es so viele Kinovorstellungen und Veranstaltungen gibt, kann der Filmfestbesucher einfach nicht alles sehen. Unter http://www.filmfestblog.de bekommt er aber den gesamten Tag mit seinen Highlights präsentiert und kann sich dort auf den aktuellsten Stand bringen. Ein weiterer Vorteil ist das in Kontakttreten mit anderen Menschen, die sich für das Filmfest interessieren und sich im Blog zusammenfinden können. So entsteht eine große Community. Alles in Allem eine gute Werbung für das Filmfest Hamburg.

Auch die Institutionen Hamburg Marketing und Hamburg Tourismus entdeckten das Potential solch eines Videoblogs für ihre Stadt und wurden Sponsoren der Internetseite.

„Das Filmfest Hamburg ist eines der Highlights im kulturellen Veranstaltungskalender unserer Stadt und der Filmfestblog der Medienakademie ist für uns eine spannende Art und Weise um kulturinteressierte Zielgruppen zu erreichen. Junge Talente stellen spannende Themen rund um das Filmfest vor und werfen damit einen Blick auf Hamburgs pulsierende Szenen. Es ist uns wichtig, den Filmfestblog zu unterstützen und damit das junge Hamburg mit all seinen Facetten einem internationalen Publikum vorzustellen“, so Sascha Albertsen, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hamburg Tourismus GmbH.

Betreut werden die Studenten von Guido Weihermüller. Er ist als Dozent für den Bereich Crossmedia verantwortlich und beschäftigt sich ausgiebig mit den aktuellen Entwicklungen im Internet.

„Wenn man wie ich ein Praxismodul unterrichtet, kommt man an den aktuellen Trends einfach nicht vorbei. Mir ist wichtig, dass die Studenten praktische Erfahrungen sammeln und gleichzeitig spüren, was es für ein Unternehmen bedeuten kann im Web 2.0 unterwegs zu sein. Viele Dinge müssen einfach gemeinsam mit dem Kunden ausgelotet werden. Genau das macht es ja für alle Beteiligten so spannend.“

Natürlich hätten wir auch einfach einen Youtube Channel einrichten können, aber dann wären viele Funktionalitäten von uns nicht direkt umsetzbar gewesen. Uns geht es nicht allein um Klickzahlen. Wir wollen lieber eine kleine treue Gemeinde von Filmfest-Begeisterten ansprechen.

Im nächsten Jahr soll es einen User-Channel geben, auf den die Filmfestblog Besucher auch eigene Filme uploaden können.

Das Fazit für dieses Beispiel kann man kurz fassen: Für alle Seiten, von Sponsoren über das Filmfest bis hin zum Besucher der Seite, ergibt sich ein Mehrwert. Die Studenten können unter realen Bedingungen produzieren und sich ausprobieren, die Sponsoren sehen sich und ihre Stadt gut präsentiert, das Filmfest kann über sich mehr Informationen verbreiten und der User fühlt sich gut unterhalten und kann sich aktiv beteiligen. Vom 24. September bis zum 03.Oktober ist das Filmfest Hamburg eben nicht nur überall in der Stadt präsent – sondern auch im Internet und damit global.

Gastartikel von Ulrike Dobelstein, Studienleitung der medienakademie in Hamburg.
Ulrike Dobelstein hat Medienmanagement studiert und führt seit 2006 den Standort der medienakademie in Hamburg.

Links zum Thema

www.filmfestblog.de
www.diemedienakademie.de

Kontakt / Quelle

die medienakademie
Aktiengesellschaft
Jenfelder Allee 80
D-22039 Hamburg
Tel: 040 668852 60
Fax 040 668852 66
Mail: ulrike.dobelstein@diemedienakademie.de

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