
Banales Experiment in Frankreich?
Reichen Twitter und Facebook via Handy für gute journalistische Arbeit?
08.02.2010 08:14 Uhr
Für viel Aufmerksamkeit hat das "Experiment" von fünf französischen Journalisten gesorgt, die eine Woche lang als journalistische Quellen nur Facebook und Twitter genutzt haben.
Mit dem Test sollte die journalistische Qualität der beiden Online-Medien gestestet werden. Der besondere Clou: Die Journalisten hatten vereinbart, nur Handys ohne Internet-Zugang für ihre Arbeit zu nutzen und sich in Big Brother Manier vollkommen von der Außenwelt abzukapseln. Auch Fernseher, Radio oder Zeitungen waten tabu. Das Projekt sorgte in Frankreich und weltweit für ein großes Medienecho, nur in Deutschland waren Berichte eher spärlich.
Das vorläufige Fazit der Journalisten nach sechs Tagen Einsiedelei steht heute in Welt online: Durch die ununterbrochene Informationsflut bei Twitter sei es schwierig, die Informationen richtig einzuordnen, meinte der Journalist Nour-Eddine Zidane vom Radiosender France Inter. Die Quellen würden fehlen, und die Qualität der Information hänge stark von jeweiligen Twitter-Netzwerk ab.
Dies ist - gelinge gesagt - banal. Bleibt zu hoffen, dass tiefgreifendere Erkenntnisse folgen, denn sonst ist dieses "Experiment" wohl eher unter PR einzuordnen.
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